Kitesurfen

Dänemark 2011

Wie wir doch noch kitesurfen waren

Es hatte einige Wochen gedauert, bis der bei ebay gekaufte Motor endlich eingebaut war. Und das mitten im Sommer! Ob es an der Limousine Luise liegt, kann nur spekuliert werden. Diese Stretch-Limousine, die gefühlt die Länge von drei T3 hat, war schon ziemlich beeindruckend, doch am Ende meines Besuches bei der Werkstatt hatte ich nur Augen für Puschkin. Und der "neue" Motor (generalüberholt) schnurrte wie eine Nähmschine. Zufrieden fuhr ich nach Hause.

Die Vorhersage für das Wochenende war eindeutig: Freitag abend, Samstag vormittag Wind, also am Freitag ab nach Loissin zum Boardway. Und so machten wir uns auf den Weg: Anna, Laika, Puschkin und ich. Wir spekulierten über die Haltbarkeit eines neuen gebrauchten Motors, der uns im September noch an die französische Atlantikküste bringen sollte. Innerlich dankte ich Corry, die mir bei der Recherche nach einem Motor sehr geholfen hatte.

Trotz Südwind (Rückenwind) erreichten wir nicht die Höchstgeschwindigkeit, die ich vom alten Motor gewohnt war. Vor meinem geistigen Auge sah ich uns bereits vollbeladen französische Küstenberge erklimmen und erschnaufen. Den ursprünglichen Plan, bereits am Freitag Abend vor Einruch der Dunkelheit aufs Wasser zu kommen, hatten wir zugunsten einer entspannten Hinfahrt bereits verworfen. So konnte ich dem Motor eine gefühlte Einarbeitungszeit verordnen und trat ihn nicht bis zum Anschlag durch.

Kurz nachdem wir die A20 hinter dem Kreuz Uckermark erreichten, bemerkte ich ein Pfeifgeräusch von hinten. Der Motor! Schreck! Noch bevor realistisch eine Chance blieb, das Geräusch zu orten oder gar eine Dringlichkeit abzuleiten (Puschkin macht viele Geräusche, wenn der Tag lang ist) und präventiv irgendwas zu tun, sah ich im Rückspiegel eine schwarze Rauchwolke. Motor aus, Warnblinklicht, Standstreifen, nichts geht mehr. Was für ein Déjà-vu. Erst Ende Mai war ich genauso auf der A20 kurz vor Rostock liegen geblieben. Zu einer ADAC Plus Mitgliedschaft kann ich jedenfalls nur jedem Bulli-Fahrer raten.

Warndreieck, Warnweste, Anruf beim ADAC und schon bald froren wir bei stetem Westwind dem Abschleppunternehmen entgegen. Motor-Laie, wie ich es nunmal bin, spekulierte ich, was es denn gewesen sein könnte, die Symptome deuteten auf einen ähnlichen Schaden hin, dem Zahnriemen. Dieser war jedoch intakt und zusammen mit dem Abschleppmann entdeckten wir, dass sich ein Schlauch des Kühlsystems gelöst hatte, wodurch sämtliches Kühlwasser entwoch und der Motor heiß gelaufen war.

Huckepack ging es ein paar Dörfer weiter zur Werkstatt. Während ich den Schriftkram erledigte, schickte Anna das Hündchen über die Wiesen und packte die Sachen zur Weiterfahrt mit dem Mietwagen. Ein Polo schien uns ein adäquater Ersatz für einen ausgebauten T3 zu sein. Nicht. Zumindest passte augenscheinlich alles nötige hinein.

Plan B: da unser Bett nun in Puschkin im Nirgendwo zwischen Berlin und Greifswald stehenblieb, entschieden wir uns, statt nach Loissin auf den Campingplatz, zu meinen Eltern nach Rostock zu fahren. Und Samstag für einen Tagestrip nach Saal am Saaler Bodden. Gesagt getan, die Fahrt verlief gut und nach 5 Stunden Schlaf standen wir um 7:45 Uhr am Spot Saal.

Die gesamte Wiese war so nass, dass sie nicht befahrbar war. Wir fanden ein letztes Plätzchen auf dem Wendehammer und in Erwartung baldiger Flaute sprong ich in den Neoprenanzug, während erste Kiter mit 9er Kites guten Druck hatten. Der 11er schien mir folglich das geeignete Spielzeug zu sein. Da wir die Pumpen im Bus ließen, war ich froh, dass andere bereits aufbauten, da ist so eine Pumpe schnell geliehen, um... um... ORRRRR! Ein Blick in den Kofferraum: Die Kites liegen noch im Bus. Epic Fail! Als wäre das alles nicht schon schlim genug gewesen, haben wir uns also selbst ausgetrickst.

Beide Kiteschulen machten noch einen verschlafenen Eindruck und auch Bernd - potentieller Retter in der Not - war telefonisch noch nicht zu erreichen. Die Ausssicht, mit Kompromissmaterial (wenn überhaupt) an einem Spot, der außer einer Matschwiese zu dem Zeitpunkt nichts zu bieten hatte, ließ unsere Laune in den Keller sinken.

Was nun folgt, ist im Grunde reine Kausalität. Wir fassten unsere Gesamtsituation zusammen: Kein T3 mit Koch- und Schlafmöglichkeiten, stattdessen ein fast neuer flinker Polo, keine Kites, umgezogen im Neoprenanzug stehen wir auf einer Matschwiese in der Mecklenburger Pampa zwischen Rostock und Greifswald. Also: weiter! Ab nach Greifswald, unserem ursprünglichen Ziel. Trotz 24 angekündigter Schüler an diesem Samstag und einer Kitelehrercrew, die zur Hälfte beim Worldcup in St. Peter Ording weilte, rechneten wir uns mittlere Chancen aus, den einen oder anderen Kite zu leihen und einen heißen Kaffee zu trinken.

Die B105 ist ja zum Glück nicht mehr das, was sie mal war und so waren wir kurz vor 10 Uhr am Boardway. Und endlich wurden wir belohnt: Thilo bot uns seine eigenen Schirme zum spielen an und ich entlieh von der Schule einen Speed3 mit 15m². Das hat uns den Tag gerettet. Vielen Dank dafür! Am Ende hatte ich sogar die Ruhe für ein paar Schnappschüsse.

Nach drei ausgiebigen Sessions fühlten wir uns k.o. genug, um rechtzeitig nach Rostock an den elterlichen Grill zurückzukehren. Auch das tat richtig gut.

Dass Laika meine Eltern, die es sonst nicht so mit Hunden haben, einigermaßen begeistert hat, ist mindestens noch eine Randnotiz wert. Im Haus hat man das gut erzogene Tierchen jedenfalls kaum bemerkt.

Nun heißt es: Puschkin in der Werkstatt und wir drehen eine neue Runde zum Thema Motorerneuerung. Bleibt spannend.

Zuparken 2010

Mit dem ATB in St. Peter Böhl

Snowkiten in Berlin - Rummelsburger Bucht

Ich wohne in Friedrichshain nicht weit entfernt vom Ostkreuz. Gleich dahinter trennt die Stralauer Halbinsel die Rummelsburger Bucht von der Spree. Das ist toll zum Spazieren und Joggen. Im Winter wird aus der Wasserfläche eine Eis- und Schneefläche mit ganz neuen Möglichkeiten. Schlittschuhläufer schieben das Eis frei, Eishockeyfelder entstehen. Ganze Gruppen von Skilangläufern begeben sich auf einen Rundkurs.

Da lag es natürlich nahe, die große Schneefläche auch mal zum Snowkiten auszuprobieren. Auf Grund der Lage sind Ost- oder Westwinde am besten geeignet, da die Häuser direkt am Ufer Windkiller sind. Filmisch nicht gerade eine Meisterleistung, aber immerhin...

Mehr Bilder gibt es direkt bei Rapante.

Dänemark 2009 - Roadtrip

Im Oktober waren wir einige Tage an der deutschen Ostsee- und dänischen Nordseeküste unterwegs. Wir haben Freunde getroffen, waren kitesurfen und hatten einfach eine Menge Spaß. Wenn man dabei viel Video dreht, macht man sich ja kein Bild davon, welche Arbeit es macht, hinterher das beste zusammenzustellen. Nach einigen langen Nächten habe ich es aber geschafft. Viel Spaß damit!

Zuparken 2009 - Kägsdorf

Ich weiß gar nicht genau, warum ich 2008 nicht schon beim Zuparken war, in Kägsdorf. Ich weiß überhaupt gar nicht, warum ich noch nie in Kägsdorf war. Seit 2004 bereise ich die deutsche Küste zwischen Usedom und Emden, aber ausgerechnet in Kägsdorf, einem Steinwurf neben Rostock - meiner Heimatstadt - war ich noch nie. Es muss wohl daran liegen, dass Kitesurfer Rudeltiere sind und sich immer Anfänger mit Vorliebe für stehtiefes Wasser darunter befinden.

Dabei hat Kägsdorf einen super Parkplatz direkt an der Wasserkante und bietet so auch für die Windsurfer perfekte Bedingungen (wenig Schlepp). Der Spot selbst hat kaum stehtiefes Wasser (ähnlich Warnemünde), dafür aber die schönere Welle. Durch die Lage kommen außerdem westliche Winde besser an. Also eine schöne Alternative, wenn dem Wind in Warnemünde Stolteraa mal wieder im Weg ist.

Veranstaltet wurde das Zuparken von Supremesurf und Van360. Supremesurf hat 2009 schon so einiges auf die Beine gestellt. Den Shop in der Rostocker Innenstadt gibt es schon länger, aber das Haus am Strand ist ein neues Highlight. Überhaupt gibt es eine perfekte mediale Begleitung durch Fotos und Videos und Event-Unterstützung durch Red Bull. Ich bin mir sicher, dass wir noch auf einige Aktivitäten gespannt sein dürfen.

Wir hatten drei Tage fetten Wind, zwei Abende Party und ich habe noch nie so viele Bullis auf einem Haufen gesehen. Die familiäre Atmosphäre und wenig Proletentum hat für mich das Zuparken zu einem richtig schönen Event gemacht. Ich freue mich auf 2010!

Hier das Video zum Event:

Direktvideo bei Vimeo

Weiterklicken...

Boardway On Tour - Spanien 2006

Manche Dinge müssen wohl einfach passieren. So kam es Ende 2006 dazu, dass ich neben der Begeisterung fürs Kitesurfen auch gleich ein paar Wochen "frei" bekam.

Jan-Tjark und Matthias von Boardway waren schon mit dem Bus "Herz aus Gold" vorgefahren. Ich flog nach Barcelona wo die beiden mich einsammelten. Wir fuhren an der Mittelmeerküste gen Süden. Das große Ziel war Tarifa, aber irgendwann beschlossen wir, dass entspannte Tage am Wasser mit Kiten und Skat spielen mehr bringen, als nächtelang auf der Autobahn Diesel zu verbrennen. Auf dem Rückweg haben wir einen Abstecher nach Holland zum "Kite-And-Grill (KAG)" gemacht. Das war eine meiner schönsten Erfahrungen, von der ich heute noch zehre. Mathias hat anschließend ein Video geschnitten und dank Vimeo kann man es mittlerweile auch online anschauen. Film ab! (Bilder gibts unter dem Film)

Slowmotion Surfing

Zwei geniale Slow-Motion Videos liefen in der letzten Woche durch die Newsfeeds. Einmal Kitesurfen und einmal Wellenreiten in Slow-Motion, beide sehr schön zu schauen. Viel Spaß!


Video bei Vimeo


Video bei Youtube

Syndicate content