Kettcar akustisch in Berlin

Jeder, der etwas mit Hamburg zu tun hat oder - so wie ich - dort gewohnt hat, ist irgendwann mit Kettcar in Berührung gekommen. Gestern haben sie im Astra ein Konzert in Berlin gegeben. Wie passend, Landungsbrücken an der Spree. Ich habe seit langem nicht mehr so viele gut gekleidete (und riechende) Menschen auf einem Haufen gesehen. Jedenfalls für Berliner Verhältnisse.
Das Konzert war RICHTIG gut. Alle Lieder, die ich hätte hören wollen, waren dabei. Kracher wie "Deiche" passten natürlich nicht so gut ins Programm. Besonders gefallen haben mir "Balkon gegenüber", "Landungsbrücken raus" und "Money left to burn" (mein all time favourite). Durch die Akustikversionen, die von Streichern unterstützt wurden, kamen einige Lieder ganz anders zur Geltung.
"Balu" und "Am Tisch" waren auch stark, aber die Lieder kennt man eben schon in der Akustikversion. (Kleine Anekdote am Rande: Ich bin bei einer Mfg. mal mit dem Trompeter mitgefahren, der "Am Tisch" fürs Album eingespielt hat. Aber Reimer, der sonst am Bass frotzelt, kommt auch gut rein). Überraschend gut kam "Graceland" akustisch rüber.
Ich bin mir nicht sicher, ob alle die Anspielung auf Neu-Allermöhe West gecheckt haben (einen H&M gibt es dort meines Wissens nicht), doch das macht eben eine Hamburger Band aus.
Ich sage Kettcar "Vielen Dank!" und freue mich, sie auf meinen Reisen im Bus zu hören und bald mal wieder ein schönes Konzert zu erleben.

Übrigens twittert die Kettcar Crew unter @kettcar.

Habe gerade gesehen, dass bei Youtube die ersten Videos vom Abend aufgetaucht sind. "Volle Distanz":

Und als letzte Zugabe gabs nochmal "Balkon gegenüber". Das Mitklatschen müsst ihr uns verzeihen, wir waren auf die Stühle gesprungen und hatten die Band mit "Xavier Naidoo" - Rufen zur 26. Zugabe gezwungen. Da saß die Hand locker...

Zuparken 2009 - Kägsdorf

Ich weiß gar nicht genau, warum ich 2008 nicht schon beim Zuparken war, in Kägsdorf. Ich weiß überhaupt gar nicht, warum ich noch nie in Kägsdorf war. Seit 2004 bereise ich die deutsche Küste zwischen Usedom und Emden, aber ausgerechnet in Kägsdorf, einem Steinwurf neben Rostock - meiner Heimatstadt - war ich noch nie. Es muss wohl daran liegen, dass Kitesurfer Rudeltiere sind und sich immer Anfänger mit Vorliebe für stehtiefes Wasser darunter befinden.

Dabei hat Kägsdorf einen super Parkplatz direkt an der Wasserkante und bietet so auch für die Windsurfer perfekte Bedingungen (wenig Schlepp). Der Spot selbst hat kaum stehtiefes Wasser (ähnlich Warnemünde), dafür aber die schönere Welle. Durch die Lage kommen außerdem westliche Winde besser an. Also eine schöne Alternative, wenn dem Wind in Warnemünde Stolteraa mal wieder im Weg ist.

Veranstaltet wurde das Zuparken von Supremesurf und Van360. Supremesurf hat 2009 schon so einiges auf die Beine gestellt. Den Shop in der Rostocker Innenstadt gibt es schon länger, aber das Haus am Strand ist ein neues Highlight. Überhaupt gibt es eine perfekte mediale Begleitung durch Fotos und Videos und Event-Unterstützung durch Red Bull. Ich bin mir sicher, dass wir noch auf einige Aktivitäten gespannt sein dürfen.

Wir hatten drei Tage fetten Wind, zwei Abende Party und ich habe noch nie so viele Bullis auf einem Haufen gesehen. Die familiäre Atmosphäre und wenig Proletentum hat für mich das Zuparken zu einem richtig schönen Event gemacht. Ich freue mich auf 2010!

Hier das Video zum Event:

Direktvideo bei Vimeo

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Slow Dancing In A Burning Room

John Mayer macht richtig gute Musik. Auch wenn bei ihm für meinen Geschmack manchmal zu viel Popstar und Groupieness durchkommt, der Junge hats drauf! Eins meiner Lieblingslieder ist "slow dancing in a burning room". Besonders hat es mir dabei das Intro aus dem folgenden Video angetan (das auf dem Live-Album rausgeschnitten wurde). Offene Akkorde, Vorfreude... Ohrwurm.

B-Complex - Beautiful Lies

Es gibt so Tracks (man sagt nicht mehr "Lieder", man sagt "Tracks"), die einen ganz tief treffen. Die was aufwühlen. Die Emotionen freisetzen. Die schöne Erinnerungen wecken, sie multiplizieren und in eine wunderbare Zukunft extrapolieren. In meinem Kopf.

Dann nimmt man die Kopfhörer und taucht für fünf Minuten in diese Welt ein. Wie eine Pause, oder ein kleiner Urlaub. Mein aktueller Ohrwurm kommt hier, "Film" ab!

William Fitzsimmons kommt nach Deutschland

Kaum etwas hat mich in den letzten Monaten so sehr berührt, wie die Musik von William Fitzsimmons. Danke an Corry und Tocco, die ihn im letzten Winter in den Tiefen des Internets entdeckten. In regelmäßigen Abständen habe ich seine Tourdaten gecheckt. Neben einigen Auftritten auf Festivals gibt es nun von ihm eine ausgedehnte Rundreise durch Deutschland. Unter anderem kommt er am 11.11. in den Festsaal Kreuzberg und am 27.11. ins Übel&Gefährlich nach Hamburg. Die weitere Stationen findet ihr auf seiner Myspace Seite.

Wer einen Vorgeschmack haben möchte, dem kann ich die Videos in HD bei Youtube empfehlen, beginnend mit diesem.

Boardway On Tour - Spanien 2006

Manche Dinge müssen wohl einfach passieren. So kam es Ende 2006 dazu, dass ich neben der Begeisterung fürs Kitesurfen auch gleich ein paar Wochen "frei" bekam.

Jan-Tjark und Matthias von Boardway waren schon mit dem Bus "Herz aus Gold" vorgefahren. Ich flog nach Barcelona wo die beiden mich einsammelten. Wir fuhren an der Mittelmeerküste gen Süden. Das große Ziel war Tarifa, aber irgendwann beschlossen wir, dass entspannte Tage am Wasser mit Kiten und Skat spielen mehr bringen, als nächtelang auf der Autobahn Diesel zu verbrennen. Auf dem Rückweg haben wir einen Abstecher nach Holland zum "Kite-And-Grill (KAG)" gemacht. Das war eine meiner schönsten Erfahrungen, von der ich heute noch zehre. Mathias hat anschließend ein Video geschnitten und dank Vimeo kann man es mittlerweile auch online anschauen. Film ab! (Bilder gibts unter dem Film)

Skate By Night - mit Musik

Komme gerade von einer sehr schönen Skate-By-Night Tour zurück. Wie immer war Sascha mit seiner Musik-Karre am Start. Ich wüsste nicht, wie lustlos es ohne den Sound wäre. Hier ein kleines Video mit miserabler Qualität.

Vielleicht nehme ich nächstes Mal doch eine Kamera statt des Handys. :-)

Die selektive Wahrnehmung im Extremsport

Immer, wenn ich Menschen vom Kitesurfen erzähle, kommt entweder "das ist doch ganz schön gefährlich?", oder "da ist doch mal jemand verunglückt...". Ja, es kann gefährlich werden. Und bei dem Unglück ist die Rede von Silke Gorldt.

Als wir am Sonntag in Zossen wakeboarden waren, wurde davon gesprochen, dass in Velten jemand verunglückt sei. Warum sollte es in dieser Sportart auch anders sein? Unfälle sprechen sich schnell rum und die Meldung eines Unfalls nimmt mehr Platz ein, als die Ankündigung der nächsten Wakeskate Masters.

Den Hinterbliebenen kann ich nur mein Beileid aussprechen.

Mein erstes Mal - Wakeskate

Am Sonntag ging es in den Süden von Berlin zum Wakeboarden. Erstmal nach Großbeeren. Nun bin ich nicht gerade ein Wakeboardfuchs, aber man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, was bei so einem genialen Wetter mittags am Lift so los ist. Beim Anblick der Schlange verging uns spontan die Lust auf eine Runde am Kabel. Ich schätze mal, dort standen so 30-40 Leute an. Großbeeren ist eben am dichtesten von Berlin aus. Vielleicht ein anderes Mal.

Also weiter nach Zossen. Leer war es dort natürlich auch nicht, aber irgendwie sah es entspannter aus. Also Brett geliehen und ab. Den Neo hätte man auch zu Hause lassen können. :-)

Auch beim Kiten finde ich es spannend, von Zeit zu Zeit ein Brett ohne Schlaufen zu fahren. Es verzeiht weniger technische Fehler, man spürt das Brett intensiver und der ganze Umgang ist spielerischer.

Nach einer Stunde mit dem Wakeboard hole ich mir ein Wakeskate. Netter Weise hat mir Liftchef Leo vor der Session eins bereit gelegt - vielen Dank! Von Wake-Brettern habe ich keine Ahnung, es steht 'Hyperlite' drauf. Soviel zum Material.
Start aus dem Sitzen klappt direkt - ich stehe noch. Fahren: ich merke schnell, dass es besser funktioniert, wenn man sich nur mit der vorderen Hand ziehen lässt. Ich bin 'Regular', also linke Hand am Handle. Mit beiden Händen ist man etwas verdreht, was man mit festen Bindungen locker "wegdrückt".

Kurven. Jeder Anfänger kennt das Ruckeln, wenn man die ersten Kurven unsauber durchrockt. Sowas führt auf dem Wakeskate natürlich direkt zum Abgang. Also sauber anfahren ist angesagt und das war direkt mein erstes Problem. Beim ersten Mast an der linksdrehenden Anlage war ich als regular Wakeskater fällig! Die nächsten Male bin ich jeweils einen Mast weitergekommen (die am weitesten zu schwimmenden Ausstiegspunkte). Mit mehr Zeit wäre ich sicher rumgekommen, aber durch das lange Anstehen nahm die Session ein Ende.

Fest steht aber: großer Spaß, ich komme wieder. Aber solche Experimente machen nur Spaß, wenn man nicht so lange anstehen muss.

Arbeitsweg

An einem Dienstag Morgen gegen 6 Uhr in Friedrichshain.

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